Quellen im Fokus V: Die Einzelfallakte

Im fünften Teil unserer seriellen Betrachtung von archivalischen Quellen im Forschungsprojekt wollen wir eingehender jene Einzelfallakten behandeln, die vom Innenministerium im Zuge der „Radikalenabwehr“ im öffentlichen Dienst seit den frühen 1970er-Jahren angelegt und gesammelt wurden. Sie dokumentieren zu einem nennenswerten Teil die Überprüfungspraxis in Baden-Württemberg auf Basis des „Radikalenerlasses“ und geben tiefgreifende Einblicke in zahlreiche Individualfälle.

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„Wer KPD-Veranstaltungen besucht, darf nicht einmal Karteikarten ablegen“ – Die Überprüfung wissenschaftlicher Hilfskräfte im Rahmen des „Schiess-Erlasses“

von Pauline Turrey

Ende der 1970er-Jahre erlangte der Fall der Studentin Susanne Wetterich, die als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Linguistik und Romanistik der Universität Stuttgart angestellt war, regionale Aufmerksamkeit in Baden-Württemberg.

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Wie braun dürfen Lehrer sein? Das NPD-Mitglied L. und die Frage nach der Verfassungsfeindlichkeit von nicht verbotenen Parteien

von Mirjam Schnorr

Das Nachrichtenblatt Der Spiegel titelte im April 1973 mit „Radikale im Staatsdienst. Wie rot dürfen Lehrer sein?“ (Der Spiegel 15, 1973, Titelblatt). Unter dieser Überschrift beschäftigte sich der Leitartikel jener Magazinausgabe mit Auswirkungen und Problemen der Anwendung des „Radikalenerlasses“ auf Bundes- und Länderebene seit dessen Verabschiedung Anfang 1972.

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Call for Papers zur Tagung im September 2020

Vom 28. bis 29. September 2020 veranstaltet das Forschungsprojekt „Verfassungsfeinde im Land?“ unter dem Titel Innere Sicherheit, Kulturkampf, Demokratisierung? Der „Radikalenerlass“ von 1972 und seine Folgen bis in die Gegenwart eine interdisziplinäre Tagung am Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH). Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen möchten wir hierbei das regionale Beispiel der Umsetzung des „Radikalenerlasses“ in Baden-Württemberg kontextualisieren und dessen Bedeutung für die Demokratiegeschichte der Bundesrepublik ausloten.

Den Call for Papers finden Sie hier.

Zum Call for Papers auf HSozKult gelangen Sie hier.

Quellen im Fokus IV: Appell aus dem Kultusministerium (1972)

Der vierte Beitrag in der Reihe „Quellen im Fokus“ widmet sich einem Schreiben des Kultusministers Wilhelm Hahn an Angehörige des Universitäts-, Schul- und Kulturbereichs angesichts der „Drohung linksextremer Gruppen“, das vom 2. Juni 1972 datiert und somit wenige Monate nach der Verabschiedung des „Radikalenerlasses“ Anfang desselben Jahres erging.

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Rezension zu „Auf der Suche nach Verfassungsfeinden“ bei HSozKult erschienen

Am 29. Oktober 2019 ist auf dem Portal HSozKult eine Rezension zur Dissertationsschrift „Auf der Suche nach ‚Verfassungsfeinden‘. Der Radikalenbeschluss in Hamburg 1971-1987“ von Alexandra Jaeger erschienen. Dr. Sarah Schulz, Koordinatorin des Forschungsverbunds für Sozialrecht und Sozialpolitik an der Universität Kassel, beschäftigt sich hierin eingehend mit den Erkenntnissen Jaegers zum Thema „Radikalenerlass“ in Hamburg in dieser „Standards setzenden Studie“.

Zur Rezension auf HSozKult gelangen Sie hier.

Eine PDF-Version der Rezension finden Sie hier.

Sympathie für den Terror? Zu den Folgen von Solidarität und Verbindungen mit der RAF im Überprüfungsverfahren von Beamten(bewerbern)

von Mirjam Schnorr

„Ulrike Meinhof als Lehrerin oder Andreas Baader bei der Polizei beschäftigt, das geht nicht“ (Artikel „Stellt euch den Gerichten“, 20). Mit dieser Stellungnahme sprach sich 1972 Heinz Kühn (SPD), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, für die Notwendigkeit und Durchsetzung des „Radikalenerlasses“ aus.

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