Tagung „Innere Sicherheit, Kulturkampf, Demokratisierung?“

Am 28./29. September 2020 findet im Rahmen des Forschungsprojekts „Verfassungsfeinde im Land?“ die Tagung Innere Sicherheit, Kulturkampf, Demokratisierung? Der „Radikalenerlass“ von 1972 und seine Folgen bis in die Gegenwart am Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH) statt.

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„Ich wusste ganz genau, was da auf mich zukommt.“ Lothar Letsche im Gespräch

Das Forschungsprojekt Verfassungsfeinde im Land? steht mit den vom „Radikalenerlass“ Betroffenen im Austausch, um die wissenschaftlichen Forschungen anhand des überlieferten archivalischen Quellenmaterials durch Eindrücke des persönlich Erlebten zu ergänzen und zu vervollständigen.

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Zwischenpublikation im Forschungsprojekt

Die Broschüre Verfassungsfeinde im Land? Baden-Württemberg, ’68 und der „Radikalenerlass“ (1968-2018). Ein Forschungsbericht, Heidelberg 2020, 124 Seiten, wurde vor Kurzem im Forschungsprojekt fertiggestellt. Hierin sind, neben einer thematischen Einführung von Prof. Edgar Wolfrum und Dr. Birgit Hofmann, Beiträge der Mitarbeiterinnen Yvonne Hilges und Mirjam Schnorr zu verschiedenen Facetten der Geschichte des „Radikalenerlasses“ im Südwesten versammelt. Auch haben die Betrachtung von Einzelfällen Betroffener sowie Blogbeiträge Aufnahme in die Publikation gefunden.

Die Broschüre ist online über heiDOK, die Open-Access-Plattform der Universität Heidelberg, zugänglich. [Zu heiDOK]

Bund versus Land. Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg und die Auseinandersetzung um die Beschäftigung von „Radikalen“ im öffentlichen Dienst

von Mirjam Schnorr

„Mit 147 Stimmen bei 4 Gegenstimmen und 18 Enthaltungen wurde die Abschaffung des Schieß-Erlasses gefordert.“ – Dies war das Ergebnis einer Personalversammlung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg am 14. Dezember 1976. Der Bezirksverband des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW) Rhein-Neckar II berichtete darüber zwei Tage später in einer kurzen Meldung seiner Beilage zur Kommunistischen Volkszeitung (KVZ) unter dem Titel „DKFZ-Personalversammlung gegen Schiess-Erlass“ (Bezirksbeilage zur KVZ vom 16. Dezember 1976, 2).

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„Im Grunde war es bizarr.“ Martin Hornung im Gespräch

Jene, die vom „Radikalen“- bzw. „Schiess-Erlass“ in Baden-Württemberg unmittelbar betroffen waren – die Zeitzeugen und Zeitzeuginnen – sind für die Arbeit im Forschungsprojekt Verfassungsfeinde im Land? mit ihrer Geschichte und ihren spezifischen Erfahrungen hinsichtlich der Maßnahmen zur „Radikalen-Abwehr“ im öffentlichen Dienst seit Anfang der 1970er-Jahre von großem Interesse.

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Quellen im Fokus V: Die Einzelfallakte

Im fünften Teil unserer seriellen Betrachtung von archivalischen Quellen im Forschungsprojekt wollen wir eingehender jene Einzelfallakten behandeln, die vom Innenministerium im Zuge der „Radikalenabwehr“ im öffentlichen Dienst seit den frühen 1970er-Jahren angelegt und gesammelt wurden. Sie dokumentieren zu einem nennenswerten Teil die Überprüfungspraxis in Baden-Württemberg auf Basis des „Radikalenerlasses“ und geben tiefgreifende Einblicke in zahlreiche Individualfälle.

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„Wer KPD-Veranstaltungen besucht, darf nicht einmal Karteikarten ablegen“ – Die Überprüfung wissenschaftlicher Hilfskräfte im Rahmen des „Schiess-Erlasses“

von Pauline Turrey

Ende der 1970er-Jahre erlangte der Fall der Studentin Susanne Wetterich, die als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Linguistik und Romanistik der Universität Stuttgart angestellt war, regionale Aufmerksamkeit in Baden-Württemberg.

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Wie braun dürfen Lehrer sein? Das NPD-Mitglied L. und die Frage nach der Verfassungsfeindlichkeit von nicht verbotenen Parteien

von Mirjam Schnorr

Das Nachrichtenblatt Der Spiegel titelte im April 1973 mit „Radikale im Staatsdienst. Wie rot dürfen Lehrer sein?“ (Der Spiegel 15, 1973, Titelblatt). Unter dieser Überschrift beschäftigte sich der Leitartikel jener Magazinausgabe mit Auswirkungen und Problemen der Anwendung des „Radikalenerlasses“ auf Bundes- und Länderebene seit dessen Verabschiedung Anfang 1972.

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Call for Papers zur Tagung im September 2020

Vom 28. bis 29. September 2020 veranstaltet das Forschungsprojekt „Verfassungsfeinde im Land?“ unter dem Titel Innere Sicherheit, Kulturkampf, Demokratisierung? Der „Radikalenerlass“ von 1972 und seine Folgen bis in die Gegenwart eine interdisziplinäre Tagung am Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH). Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen möchten wir hierbei das regionale Beispiel der Umsetzung des „Radikalenerlasses“ in Baden-Württemberg kontextualisieren und dessen Bedeutung für die Demokratiegeschichte der Bundesrepublik ausloten.

Den Call for Papers finden Sie hier.

Zum Call for Papers auf HSozKult gelangen Sie hier.

Quellen im Fokus IV: Appell aus dem Kultusministerium (1972)

Der vierte Beitrag in der Reihe „Quellen im Fokus“ widmet sich einem Schreiben des Kultusministers Wilhelm Hahn an Angehörige des Universitäts-, Schul- und Kulturbereichs angesichts der „Drohung linksextremer Gruppen“, das vom 2. Juni 1972 datiert und somit wenige Monate nach der Verabschiedung des „Radikalenerlasses“ Anfang desselben Jahres erging.

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